Chronik 2017-06-01T18:21:36+00:00

Eine Gesellschaft der ersten Stunde im Alsdorfer Karneval ist die Prinzengarde, die offiziell 1950 gegründet wurde. Doch eigentlich begann ihre Geschichte bereits viel früher. Als 1932 in Alsdorf zum ersten Male eine öffentliche närrische Kappensitzung stattfand, da war es der 1929 unter Präses Kaplan Hilmer gegründete Kath. Gesellenverein Alsdorf, der das Wagnis auf sich nahm, Karneval in dieser Form in einem größeren Rahmen zu feiern. In den Vorjahren hatte man sich bereits zu kleineren Veranstaltungen im Saal des Restaurants Maaßen zusammengefunden. Nun wagte man unter Präses Kaplan Ruland den Sprung in den großen Saal des Kasinos und holte die Karnevalsabteilung des Dürener Gesellenvereins zur nachbarschaftlichen Hilfe herbei. Sitzungspräsident war damals Paul Uwer. Im gleichen Jahr wurde auch der erste Karnevalsdienstag-Ball veranstaltet.

Auf Druck der nationalsozialistischen Regierung erfolgte 1933 die Umbenennung des kath. Gesellenvereins in Kolpingsfamilie. Der zweite Weltkrieg unterbrach die erfolgreiche Entwicklung, konnte sie aber nicht zerstören. Die Überlebenden ließen 1948 die Kolpingsfamilie unter der Führung von Präses Johannes Roderburg und damit die karnevalistische Tradition wiedererstehen.

Auch dieses Mal halfen die Dürener. Diese karnevalistischen Ansätze veranlassten Theodor Helpenstein, den bisher einzigen Ehrensenator des Alsdorfer Karnevals, an die Kolpingsfamilie mit dem Vorschlag heranzutreten, eine Garde für den offiziellen Prinzen der Stadt aufzustellen.

Theodor Helpenstein, der im Auftrag des damaligen Gemeindedirektors Berling handelte und sich auch der Unterstützung des Bürgermeisters Anton Schleibach sicher war, traf im Herbst 1949 zu ersten Gesprächen mit Franz Nießen, Willi Kessel und Toni Baumanns zusammen.

Dem Gedanken, sich im Alsdorfer Karneval noch stärker zu engagieren, stand die Kolpingsfamilie unter dem damaligen Präses Josef Melchers positiv gegenüber. So wurde denn als erster Alsdorfer Prinz Otto I. ( Kühlen) 1950 von einer Garde aus den Reihen der Kolpingsfamilie begleitet.

Die Prinzengarde war geboren!

 

Eine Eigenart im strukturellen Netz der Prinzengarde: Es gibt keine Mitglieder im Verein. Wer eine Mitgliedschaft bei den Gardisten anstrebt, kann dies nur in der Kolpingsfamilie werden. Erst dann steht das karnevalistische Tor in vielerlei Richtungen offen.

Die Aufgaben der Gardisten berühren sämtliche Tätigkeiten, die zum Wohle des Prinzenpaares und des Alsdorfer Karnevals nötig sind. Ob bei Regen oder Sturm, bei Tag und in der Nacht, die Gardisten verrichten ihren Job mit solch einer Hingabe, dass oft genug private Dinge während der fünften Jahreszeit in den Hintergrund gedrängt wurden. Verständlich, dass es überwiegend Junggesellen waren, die sich für die Garde entschieden. Ein wichtiger sozialer Aspekt sollte dabei ebenfalls eine große Rolle spielen. Durch die Aufgabenstellung in der Prinzengarde lernten die jungen Männer (es gibt nur männliche Gardisten) frühzeitig Verantwortung gegenüber Mitmenschen zu übernehmen. Pünktlichkeit und umsichtiges Handeln sind wichtige Charakterzüge in der Garde. Im Laufe der letzten Jahre wandelte sich das Bild der Garde und so wurde aus der Garde 1994 das Gardekorps. Die „Jünglinge“ von einst, sind mittlerweile gestandene Männer. Neue Mitstreiter fanden den Weg in das Gardekorps und so zählt das einstige „11- Mann-Heer“ nun 22 Gardisten. Alle mit einer Aufgabe betreut. Sei es die Begleitung der Tollität oder im Programm der Gesellschaft. Koordiniert wird das Gardekorps durch den gewählten Hauptmann.

Hauptmänner der Garde:
T. Baumanns
H. Schaffrath
H. Bösl
H. Latten
Fr.J. Meessen
A. Drygalla
K.H. Meyer
D. Jentzen
W. Detemple
F. Plum
K.J. Leesmeister
G.Jansen
G. Kukla
K.H. Hinnberg
U. Fischer
H. von Zwam
H. Pinell
R. Heinichen
Jo. Baumanns
St. Kochs
J. Schlösser
B. Ludwig
O. Ptak
F. Ibowski

Die Aufstellung der Garde war der Startschuss zu einer vielfältigen Entwicklung. Seit diesem Zeitpunkt bestand eine selbständige Karnevalsgesellschaft als Abteilung der Kolpingsfamilie Alsdorf, die nunmehr eigenständig die Sitzungen durchführte, anfangs noch unter Mithilfe der Dürener Karnevalisten. Später wirkten auch die „Bösen Buben“, Karnevalsabteilung der Kolpingfamilie Eschweiler, mit.

Der erste Präsident war Franz Nießen, der 1951 von Toni Baumanns, dem damaligen Sitzungsleiter, abgelöst wurde. Toni Baumanns hatte dieses Amt bis zum Jahre 2000 inne und darf so als der eigentliche Ziehvater der Prinzengarde gelten. 1953 erfolgte die Aufnahme der Prinzengarde in den Arbeitsausschuss Alsdorfer Karneval, das heutige Festkomitee.

Innovativ zeigt sich die Prinzengarde dadurch, dass sie als erste Gesellschaft die äußere Form der Sitzungen lockerte. Statt des traditionellen Elferratstisches gibt es ein lockeres Bühnenarrangement, immer dem jeweiligen Sitzungsmotto angepasst. Deshalb übernimmt der Elferrat in der Prinzengarde eine Menge organisatorischer Aufgaben. So ist der Elferrat für den Saal- und Kassendienst verantwortlich und man beteiligt sich an den Auf- und Abmärschen bei den Sitzungen. Einen schönen Beitrag zum Programm, der immer großen Beifall erhält, liefert seit Jahren der Elferrat mit seinem Herrenballett. Bei diesen zum Teil schon recht würdigen „Herren“ spürt man noch immer etwas von jenem „Spaß an der Freud“, der den wahren Karnevalisten ausmacht.

Eine weitere Aufgabe des Elferrates ist es, die Prinzengarde in der Öffentlichkeit zu repräsentieren. Hier sei erwähnt die Prinzenproklamtion und der Elferratswagen im Rosenmontagszug.

Elferratspräsidenten der Prinzengarde:
Willi Körlings
Friedhelm Plum
Heinz Ruppert
Josef Schwinges
Leo Beckers
Günter Forstenaichner
Bernd Funken
Gerd Wiechert
Toni Knops
Ernst Butz

Schon 1952 zogen zwei Bläser als Herolde vor der Garde; sie kündigten den Prinzen an.

Bald wurden aus den zwei Bläsern vier und mehr, bis schließlich 1962 ein eigenes Fanfarenkorps entstand. Seither begleitet der Fanfarenzug das jeweilige Prinzenpaar der Stadt Alsdorf durch die gesamte Session. So ist das Spiel auf der Ventilfanfare bis zum heutigen Tag in allen Ohren, wenn es heißt: „D`r Prinz kütt…“! Die Sitzungen der Prinzengarde bereichert der Fanfarenzug natürlich mit einem musikalischen Bühnenspiel, das immer den krönenden Abschluss der Sitzung bildet. Jedoch auch außerhalb der Session ist das Corps aktiv. Lange Jahre lag die musikalische Leitung in den Händen des „Närrischen Hofkapellmeisters“ Klaus Timmermanns. Er schrieb mehrere Arrangements, die auch damals schon zu großen Erfolgen führten. 1973 fand die Prinzengarde in Willi Mildenberger einen würdigen Nachfolger. Sein Einsatz und sein musikalisches Können verhalf dem Fanfarenzug zu großer Anerkennung. Nach seinem Tod , im Jahre 2001, übernahm Klaus Mingers, der über 20 Jahre als Korpsführer den Fanfarenzug leitete ,die musikalische Einstudierung.

Korpsführer des Fanfarenzuges:
Walter Detemple
Horst Funken
Friedhelm Plum
Klaus Mingers
Günter Forstenaichner
Jürgen Baumanns
Gerd Sistermanns
Josef Beckers
Heiko Tost
Achim Gerlach
Hans Peters
Christian Müller
Michael Butz
Christoph Drafehn

Schon seit einigen Jahren schwebte Toni Baumanns vor, als besondere Komponente einen Chor als Mitgestalter der Sitzungen zu gründen. Diese Idee wurde 1967 Wirklichkeit. Unter dem Namen „Broichbachlerchen“ wurde dieser Chor weit über die Stadtgrenzen bekannt. Die ersten Proben dieses gemischten Chores leitete Jakob Pinell. Ihm folgten als Chorleiter Egbert Lücker und Willi Krieger. Dann übernahm Herbert Brendt den Chor und führte ihn zu großen Erfolgen. So gaben die Broichbachlerchen auch außerhalb der Session Konzerte. Sie traten im Burggarten auf, wirkten innerhalb der Stadt Alsdorf bei vielen Veranstaltungen mit und es folgten Auftritte im Eurogress Aachen, Sartori Köln, Grugahalle Essen, Seeterassen Berlin. Auch in etlichen Rundfunksendungen waren sie zu hören. Den größten Erfolg feierten die Broichbachlerchen bei der volkstümlichen Hitparade des SWF mit „Singen ist unsere Welt“. Der dritte Platz war der verdiente Lohn. Von Herbst 1998 bis zur Auflösung im Jahre 2001 übernahm Willi König die Leitung des Chores.
Die Aufgabe, unsere Sitzungen musikalisch mitzugestalten, übernahm ab der Session 2001 nunmehr unsere neue Gesangsgruppe „Karnickl“ unter der Leitung von Jürgen Baumanns.

Um den vielfältigen Aufgaben aus Anlass der Sitzungen und des Rosenmontagszuges gerecht zu werden, wurde 1971 die Gruppe „Bühne- und Wagenbau“ ins Leben gerufen. Hier war es Josef Kuchen, der mit seinen Ideen für wahre Kunstwerke sorgte, die neben den geübten Handwerkern auch Bürokraten umsetzten. Mit Matthias Stevens, Bühnenbildner des Stadttheaters Aachen, konnte ein weiteres Juwel als Bühnenbildner gewonnen werden. Danach stammten die Aufbauten aus der Feder von Birgit Kracht-Lütz, beruflich engagiert an den Kölner Bühnen. Mit ihren Erfahrungen erstellten sie Vorlagen, nachdem die Männer der Baugruppe grandiose Bühnenaufbauten zauberten. Bis weit über die Grenzen von Alsdorf sind die Bühnenbilder der Alsdorfer Prinzengarde bekannt.

2003 gelang es der Prinzengarde zwei junge Architekten aus den eigenen Reihen, nämlich Kerstin Jockenhövel (heute Ptak) und Olaf Ptak, als Bühnenbildner zu gewinnen. Die Baugruppe ist aber auch für den Rosenmontagswagen der Prinzengarde verantwortlich. Seit vielen Jahren werden außerdem noch Arbeiten für das Festkomitee Alsdorfer Karneval übernommen, so z.B. die Proklamationsbühne und der Prinzenwagen.

Leiter der Baugruppe:
Josef Kuchen
Franz Zucket
Friedhelm Plum
Albert Schaffrath
Toni Klein

Im gleichen Jahr, 1971, übernahm die Prinzengarde die Patenschaft für den närrischen Nachwuchs am Alsdorfer Gymnasium und die Schulkarnevalisten nannten sich von nun an „Gardeströpp“.

Der Nachwuchs wurde aber bereits seit 1969 am Alsdorfer Gymnasium ausgebildet. Damals machten die Schülerinnen und Schüler unter der Präsidentschaft von Peter Lobeck die ersten karnevalistischen Gehversuche. Auf Anregung von Rudi Bast und mit Unterstützung des damaligen Schulleiters und „kölsche Jong“ Dr. Helmut Lobeck gelang es, die erste Schulsitzung auf die Beine zu stellen. Auch Gerd Olivier sorgte als engagierter Leiter der „Studiengruppe Gardeströpp“ viele Jahre für Kontinuität.

Seitdem gestalten sie zwei Sitzungen, nicht immer zur Freude aller Lehrer, die bei dieser Gelegenheit immer wieder feststellen dürfen, wie gut Schüler aufpassen können, wenn es um Schwächen der Lehrer geht.

Eine Reihe der heute aktiven Karnevalisten und zahlreichen Prinzen – Lehrer und Schüler – hat das Alsdorfer Gymnasium dieser Initiative zu verdanken.

In all den Jahren ist es immer gelungen, neue Leute auf die Bühne zu holen und für den Karneval zu begeistern. Hier gibt es kein närrisches Generationen-Problem. So hatte das Gymnasium auch in der Frage der Gleichberechtigung die Nase vorn und stellte mit Marlis Plum die erste Präsidentin.
Im Jahre 2005 wechselte die Gardeströpp ihre Veranstaltungsstädte. Die Sitzung findet nun nicht mehr in der Aula des Gymnasiums, sondern in der Stadthalle der Stadt Alsdorf auf der Bühne der Prinzengarde statt.

Präsidentinnen und Präsidenten der Gardeströpp:
Peter Lobeck
Rainer Pinell
Dieter Baumanns
Marlis Plum
Jürgen Baumanns
Torsten von Vitinghoff
Kerstin Jöckenhövel
Marcel Weinand
Alexander Königsmann
Britta Kochs/Nadine Zidar
Ferdinand Müller
Alexander Graf
Luisa Sonders / Lukas Fritsch

Eine weitere Gruppe, die sich in der Prinzengarde gebildet hat, sind unsere Marketenderinnen. Da das Gardekorps eine reine Männergruppe ist, wollten die Frauen nicht zurückstehen und gründeten die Marketenderinnen.
Sie unterstützen zum einen den organisatorischen Ablauf bei den Sitzungen, begeistern aber auch im Programm mit einem eigenen Programmpunkt. Auch bei öffentlichen Auftritten der Prinzengarde sind sie präsent.

Leiterinnen der Marketenderinnen:
Elke Damm
Birgit Errenst
Nicole Aranda

Leider wurde diese Gruppe im Jahr 2011 aufgelöst.

2005 wurde die Vereinsstruktur geändert und es kam eine weitere Gruppe hinzu, das Reservistenkorps. Hier finden ehemalige Mitglieder des Fanfarenzuges und des Gardekorps eine neue Heimat. Das Reservistenkorps übernimmt einen Großteil der Organisation bei den Sitzungen, beteiligt sich aber auch mit einem eigenen Programmpunkt. Man vertritt die Prinzengarde in der Öffentlichkeit und ist selbstverständlich auch bei den Vereinsauftritten und am Rosenmontag dabei. Selbst wenn bei der Prinzenbegleitung einmal ihre Hilfe benötigt wird, springen die Männer des Reservistenkorps ein.

Leiter Reservistenkorps:
Erich Schlemermeyer
Ingo Kohnen

Tanzmariechen bzw. Tanzpaare der Prinzengarde
1959 – 1968 Rita Plum
1969 Rita Plum / Roswitha Bodden
1970 – 1974 Roswitha Bodden
1975 – 1978 Hannelore Arns
1979 – 1983 als Gäste Regina und Wolfgang Scheer
1984 – 1985 Christa Fuchs/Mario Gersten
1986 Claudia Scheffeler / Mario Gersten
1989 – 1994 Claudia Plum
1994 – 1999 Sabine Lang / Peter Hutmacher
2000 Monika Maischak/Rene`Heiliger
2001 – 2012 Monika Maischak
2013 Pia Wißgott

Zeremonienmeister
1950 – 1970 Willi Schroten
1971 Robert Taufenbach
1972 – 1975 H.P. Kempen
1976 Willi Mirbach
1977 – 1980 Willi Schroten
1981 – 1994 Gerd Wiechert
1995 Peter Sistermanns

Mit Stolz darf die Prinzengarde in ihrer Chronik melden, dass in ihrer Geschichte 22 Aktive das Prinzenamt bekleidet haben.

Prinzen, die aus der Prinzengarde hervorgegangen sind:
1952 Toni Baumanns
1959 Heinz Ruppert
1960 Franz Josef Meessen
1963 Ferdi Baumanns
1966 Franz Zucket
1971 Friedhelm Plum
1973 Egon Ptak
1976 Josef Scholly
1978 Helmut Bosshammer
1983 Ingo Kohnen
1984 Josef Breuer
1985 Lothar Mertens
1990 Günter Forstenaichner
1994 Klaus Mingers
1997 Bernd Horbach
1999 Hubert Frings
2000 Jürgen Zantis
2002 Dr. Willi Wirtz
2003 Jürgen Beckers
2007 Toni Klein
2015 Christoph Grysar
2016 Hans Peters

Zu ihren Ehrenmitgliedern ernannte die Gesellschaft wegen ihrer spontanen Hilfsbereitschaft und ihrer ideellen Unterstützung:
Alagic, Sonja
Allelein, Wolfgang
Bast, Rudolf
Baumanns, Matthias
Beckers, Josef
Beckers, Josef (Toto)
Beckers, Leo
Bock, Heinrich
Brand, Helmut
Buchholz, Werner
Dilk, Jürgen
Dohmen, Frank
Eckert, Dr. Helmut
Erasmus, Ernst
Frings, Friedel
Heinen, Karl Heinz
Herpers, Hubert
Helpenstein, Theodor
Hilgers, Franz Wilhelm
Jansen, Günter
Jansen, Hubert
Koch, Josef
Kohl-Woitschek Margit
Küpper, Peter
Lobeck, Dr. Helmut
Mannheims, Conny
Mathieu, Bernd
Meyers, Christian
Mickartz, Josef
Müller, Willi
Nießen, Franz
Oliver, Gerd
Pinell, Heinrich
Plum, Franz
Plum, Leo
Pohlmann, Klaus
Quint, Resi
Schleibach, Anton
Schwake, Wolfgang
Schüller, Heinz
Sonders, Alfred
Taufenbach, Peter
Taeter, Karl
Vorpeil, Hans
Wacker, Heinz
Zander, Leo
Zantis, Josef
Zentis, Josef
Zucket, Leni

Die Sitzungen der Prinzengarde haben in den vergangenen Jahren unzählige Menschen erfreut und zum Lachen gebracht. Besonders die Tatsache, dass überwiegend alles „selbstgestrickt“, also mit eigenen Kräften gestaltet wird, macht den Charme dieser Sitzungen aus. Die lokalen Ereignisse und Prominente werden sorgfältig das ganze Jahr hindurch beobachtet, um dann – karnevalistisch aufbereitet – ordentlich durch den Kakao gezogen zu werden. Ein einheitliches Motto trägt dabei zum internationalen Flair bei. So konnten in den letzten Jahren beeindruckende Sitzungen aufgeführt werden.

Motto 1951 Von Zoten frei die Narretei
Motto 1952 Frohsinn und Scherz
Motto 1953 Bunt und Sauber
Motto 1954 Frohsinn und Humor
Motto 1955 Karambolage mit 08-15 Lok
Motto 1956 Werr trecke op d`r Mond
Motto 1957 Zu allen Zeiten Freude bereiten
Motto 1958 De Prinzengard` op Weltraumfahrt
Motto 1959 Närrische Gerichtssitzung
Motto 1960 Vorsicht Kamera
Motto 1961 Freude geben, freudig nehmen
Motto 1962 Fröhliche Rheinfahrt
Motto 1963 Närrische Weinlese
Motto 1964 Feuerwerk der guten Laune
Motto 1965 Närrisches Gartenfest
Motto 1966 Prizengard` op Urlaubsfahrt
Motto 1967 Manege frei der Narretei
Motto 1968 Närrischer Bildschim
Motto 1969 Olympiade der Narren
Motto 1970 Party 1970
Motto 1971 Schiff Ahoi
Motto 1972 Berlin ist eine Sitzung wert
Motto 1973 Rendezvous in Wien
Motto 1974 Lachende Pußta
Motto 1975 25 Jahre Prinzengarde – Kinder wie die Zeit vergeht
Motto 1976 Närrischer Einsatz in Manhattan
Motto 1977 Bella Italia
Motto 1978 Hummel, Hummel, Alaaf
Motto 1979 Viva Espana
Motto 1980 D`r Rhing erop – d`r Rhing eraf mer Sonnesching
Motto 1981 Heut`geh`n wir ins Maxim
Motto 1982 Närrische Westernshow
Motto 1983 Werr talpe dörch de Alpe
Motto 1984 33 jecke Jahre
Motto 1985 Akropolis Alaaf
Motto 1986 Karneval in Rio
Motto 1987 Wolga, Wodka, Kasatschok
Motto 1988 Närrisches Traumschiff
Motto 1989 Zirkus Alsdorf
Motto 1990 Dremol Null is Null; werr fiere Fastelovend en de Schuel!
Motto 1991 Närrischer Musikantenstad`l
Motto 1992 Grenzenlose Narretei
Motto 1993 Es war einmal –
Motto 1994 44 Jahre Prinzengarde – Närrische Karnevalsrevue
Motto 1995 Immer nur Lächeln
Motto 1996 Prinzengarde – Gaudi
Motto 1997 Närrische Kur
Motto 1998 Unsere närrische Welt
Motto 1999 Närrisches Burgfest
Motto 2000 Sue worr et, sue ess et, sue könnt et wehrde
Motto 2001 Hollywood op Kulleschutt
Motto 2002 Von Mond bis Mars mer‘ Freud und Spaß
Motto 2003 Schätze, Scherze, Spaßpiraten
Motto 2004 Beatles, Bond & Buckingham
Motto 2005 Maurer, Mörtel und Mariechen
Motto 2006 Henger Alsdörp fängt dr Dschungel ah – Jenseits von Alafrika –
Motto 2007 „Eine Muh, eine Mäh, eine tätärätätä“- Karneval auf dem Bauernhof
Motto 2008 Von Himmel bis Hölle, jecke Tön und Kamelle´
Motto 2009 Costa Carneval: Urlaub im Clubhotel Prinzengarden
Motto 2010 Wünsche, Wunder, Zauberwelten
Motto 2011 Gangster, Gauner und Gardisten
Motto 2012 Höher, schneller, heiter – das aktuelle Spaßstudio
Motto 2013 Prinz, Gardisten, fesche Madel(n) – feiern gern im Gardestadl
Motto 2014 Tri tra trullalaaf – Alsdorfer Puppenkist
Motto 2015 „Gouda, Meisjes en Frikandel – PRINZENGARDE SPEZIAL“
Motto 2016 D´r Zoch kütt – 66 Jahre volle Fahrt!

Seit vielen Jahren werden die Sitzungen der Prinzengarde bis zu sechs Mal aufgeführt. Das verlangt den Aktiven enorm viel ab.

Prinzengarde auf großer Fahrt
Auch nach St. Brieuc und Berlin fuhr die Prinzengarde, um ihren eigenen Karneval zu präsentieren und darüber hinaus freundschaftliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

St. Brieuc
17. – 23. Sept. 1975 5 Jahre Partnerschaft Alsdorf- St. Brieuc 83 Teilnehmer
19. – 23. Sept. 1980 10 Jahre Partnerschaft Alsdorf – St. Brieuc 90 Teilnehmer

Berlin
11. –14. Nov. 1976 Verein der Aachener zu Berlin
100 Teilnehmer –3 Veranstaltungen

17. – 20. Nov. 1978 Verein der Aachener zu Berlin
100 Teilnehmer – 2 Veranstaltungen

11. – 15. Nov. 1981 Verein der Aachener zu Berlin
97 Teilnehmer – 3 Veranstaltungen

15. – 19. Nov. 1985 Verein der Aachener zu Berlin
120 Teilnehmer – 3 Veranstaltungen

13. – 17. Nov. 1992 Verein der Aachener zu Berlin
97 Teilnehmer – 3 Veranstaltungen

13. –16. Nov. 1997 Verein der Aachener zu Berlin
und der Kolpingsfamilie Henningsdorf
117 Teilnehmer – 1 Veranstaltung

Im Jahr 2000 gab es einen Generationswechsel. Toni Baumanns legte das Amt des Präsidenten in jüngere Hände. 50 Jahre leitete er „seine Prinzengarde“ und ist damit einer der dienstältesten Präsidenten.

Um seine Verdienste entsprechend zu würdigen, wurde das Amt des Präsidenten nicht mehr vergeben. Einen wie ihn wird es eh nicht mehr geben, so die einstimmige Meinung seiner Nachfolger. Und so war es kein Wunder, dass die Versammlung Toni Baumanns einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannte.

Mit ihm verließen noch einige Vorstände ihre Posten und so mussten neue Amtsträger gewählt werden. Die Geschicke der Prinzengarde leiteten seit diesem Zeitpunkt das so genannte „Dreigestirn“.

Kommandant Günter Forstenaichner
Sitzungspräsidenten Dieter Baumanns & Bernd Horbach

Weiter wurden in den geschäftsführenden Vorstand gewählt:

Jürgen Zantis stellv .Kommandant

Jürgen Baumanns Schatzmeister

Klaus Mingers Geschäftsführer

Toni Baumanns Ehrenpräsident

Ferdi Baumanns Vorsitzender der Kolpingsfamilie

Der neue Vorstand begann sofort mit seiner Arbeit. Die gesteckten Ziele, den Verein zukunftsfähig zu machen, wurden in Angriff genommen. Dabei sollte das Ziel “ Tradition bewahren, Neues wagen“ nicht aus den Augen verloren werden. Eine große Herausforderung für die neue Führung. Gleichwohl kannte man aber auch die Stärken der Gesellschaft, auf die man zurückgreifen konnte, wenn es darum geht, einen volksnahen Karneval zu produzieren. Die neue Organisationsstruktur wurde vorgestellt. In einem Organigramm wurden die Aufgaben der einzelnen Gruppen festgehalten. In der neuen Bekleidungsordnung wurde von der Neuaufnahme bis zum Jugendschutzgesetz alles festgelegt. Klar umrissene Aufgabengebiete sollten auch in Zukunft eine positive Arbeit garantieren. Die künftige Arbeit sollte auf mehrere Schultern verteilt werden. Die im Vorfeld geplanten Ideen wurden von der Versammlung begrüßt und angenommen.

Ein Kreativteam wurde ins Leben gerufen. Dieses Team beschäftigt sich mit der Wahl des Motto`s, der Bühne und macht Vorschläge für einzelne Programmpunkte. Man hatte schnell ein neues Motto für 2001 gefunden: „Hollywood op Kulleschutt“

Ein Team, das tolle Arbeit leistete. Neue Ideen, neue Technik, neue Programmpunkte und vor allen Dingen den Willen, dies auch in die Tat umzusetzen.

Im gleichen Jahr erhielt unser Fanfarenzug neue Uniformen. Eine Umstellung von der Husarenuniform zur Traditionsuniform war nötig, um das Gesamtbild der Uniformierten zu verbessern, da unser Gardekorps ja schon in der Traditionsuniform auftrat. Die Finanzierung musste gesichert werden. Nach vierzehn Tagen eifriger Sponsorensuche konnte vermeldet werden – Finanzierung gesichert, Uniformen können angeschafft werden.

Der Kartenvorverkauf wurde lange diskutiert. Man entschied sich schließlich für den Ticketservice der Stadthalle.

Pünktlich zum 11.11.2001 war die Prinzengarde im Internet unter www.prinzengarde-alsdorf.de vertreten.

Zur Sessionseröffnung standen zwei Personen im Mittelpunkt. Toni Baumanns, der offiziell Ehrenmitglied der Prinzengarde wurde (zur Gratulation erschien sogar der BDK Präsident Franz Wolf) und der Chefredakteur der Aachener Zeitung Bernd Mathieu, der sich in den .Kreis der Ehrenmitglieder einreihte.

Über unsere Sitzungen schrieb die Presse: Karnevalisten der Kolpingsfamilie zauberten filmreifes Programm auf bunte Stadthallenbühne oder „Oskar“ für die Prinzengarde. Die Verantwortlichen strahlten, denn unsere Sitzungen waren ein toller Erfolg.

Eine weitere Neuerung wurde im Jahre 2001 eingeführt: „Die Prinzengarde Night“. Die Idee war, junge Leute an den Sitzungskarneval heranzuführen. Mit Unterstützung der Aachener Zeitung und des Lokalrundfunksenders 100,5 konnten hunderte junge Leute für diese Sitzung begeistert werden.

Auf der Generalversammlung am 28. Mai 2001 konnten wieder viele neue Mitwirkende begrüßt werden.

„Von Mond bis Mars, mer Freud`un Spaß“, so das Motto 2002. Eine galaktische Reise auf dem Narrenschiff der Prinzengarde. Sechsmal wurde die Sitzung gefahren, mit großem Erfolg. Nachdem Günter Forstenaichner die Ehrengäste begrüßte hatte, hießen mit einem Robotertanz Detlef Ganz und die Marketenderinen das Publikum willkommen. Es folgten der Gardetanz, Tanzmariechen, die Steps, Herrenballett, Karnical, Vivien und Ralf, Fanfarenzug. Unsere Büttenasse Trudi Herten, Annelie Thoma, Hubert Frings, Josef Körfer, Jürgen Beckers, Jan Schröder und Ferdi Baumanns. Alle hereingeführt von unserem Zeremonienmeister Peter Sistermanns. Regie hatte Robert Baumanns. In seiner eigenen, witzigen Art führte unser Duo Schlabber und Latz durch das fünfstündige Programm. Dank galt auch denjenigen, die vor oder hinter der Bühne gearbeitet haben. Elferrat, Gardekorps, Kaffeeteam, Schmierteam und der Saaldienst.

Immer beliebter wird die Late Night. Fast ausverkauft, tolle Stimmung, tolles Publikum. Leider war die Seniorensitzung in diesem Jahr nicht so gut besucht. Überlegungen stehen an, ob diese Veranstaltung noch weitergeführt werden sollte.

Auch stellte die Prinzengarde mit Dr. Willi Wirtz und seiner Frau Inge das Prinzenpaar 2002. Es ist das 18. Prinzenpaar, das aus der Prinzengarde hervorgeht.

Zum ersten Mal stellte die Prinzengarde mit Marcel Plum und Anne Gerlach auch ein Kinderprinzenpaar. Pünktlich zu ihrer Proklamation gab es eine Kinderprinzengarde. Die Kinderprinzengarde trat aber auch noch auf unseren Sitzungen auf.

Auf der Generalversammlung am 10. Mai 2002 fanden Neuwahlen statt:

– Günter Forstenaichner, Kommandant

– Jürgen Zantis, stellv. Kommandant

– Bernd Horbach und Dieter Baumanns, Sitzungsleiter

– Klaus Mingers, Geschäftsführer

– Jürgen Baumanns, Kassierer

Der neugewählte geschäftsf. Vorstand setzte sich folgende Ziele:

– neue Bauhalle

– Abschaffung der Seniorensitzung

– Neueinführung der Preview

– Sponsorensuche

– neue Werbeträger für die Leinwandwerbung

Ende Sept. konnten die neuen Zielen erreicht werden. Wir fanden ein neues Zuhause in unserer Bauhalle in Mariadorf, neue Sponsoren und Werbeträger für die Leinwandwerbung konnten gewonnen werden und die Previewsitzung, als Sponsorensitzung, hatte ihre Premiere. Mit der Aachener Bank, der Sparkasse, der BMW Kohl Gruppe, der Aachener Zeitung und den Aachener Nachrichten sowie der Fa. Karnevalswierts konnten neue Premiumsponsoren gewonnen werden, die ihrerseits ihre Kunden zur Preview einladen konnten.

„Schätze, Scherze, Spaßpiraten“, die Prinzengarde entführte das Publikum auf eine Reise über Meere und See bis hin zur Sansibar. Ein prächtiges Bühnenbild empfing die Närrinnen und Narren. Die Bühne glich einem richtigen Hafen. Ein Introfilm mit Titanic sowie Schlabber und Latz flimmerte von der Leinwand. Mit Ahu, ahu Afrika brachte man immer wieder Bewegung in den Saal. Monika Maischak begeisterte mit ihrem Tanz. Für diese wie auch alle anderen Darbietungen wurden Piratendukaten verliehen.

Vor der Premierenveranstaltung fand noch der Empfang für unsere Ehrengäste statt, der von den Anwesenden mit dem Vermerk honoriert wurde: “ Der ganze Empfang hat ein hohes Niveau. Bei dieser Veranstaltung wurde der Geschäftsführer der Foga, Alfred Sonders, zum neuen Ehrenmitglied ernannt. Und was schrieb die Presse: „So überschwänglich war das Lob für Alsdorfs Prinzengardisten wohl selten. Aber in diesem Jahr ist das Publikum von der Revue hingerissen. Man traut sich ja kaum zur Toilette zu gehen vor lauter Angst man könnte etwas verpassen“.

Vom Geheimtipp zum Ausverkauf. Die Stimmung bombastisch, so das Fazit der Late Night Veranstaltung

Auch im Jahr 2003 stellte die Prinzenarde das Alsdorfer Stadtprinzenpaar. Kein geringerer als Jürgen Beckers und seine Frau Sandra standen im Mittelpunkt der Alsdorfer Narren. Das 19. Prinzenpaar, das aus den Reihen der Garde hervorging.

Mit Andre`und Anna-Lisa stellten wir auch wieder das Kinderprinzenpaar, das von der Kinderprinzengarde begleitet wurde. Auch hierauf ist die Prinzengarde stolz. Auch der andere Nachwuchs, unsere Kindergarde, konnte begeistern. Auf zwei unserer Sitzungen legten sie einen gekonnten Tanz hin. Es ist für unsere Erwachsenen immer ein Erlebnis, wie unbeschwert sich Kinder auf der Bühne bewegen.

Ein großes Ereignis war auch der Besuch im Düsseldorfer Landtag. Hier hatte unser Fanfarenzug wieder eine Einladung des Landtagspräsidenten erhalten. Diese Einladung wurde ab jetzt für jedes Jahr ausgesprochen.

2004 hieß das Motto: „Beatles, Bond & Buckingham.“ Neue Gäste berichteten, dass sie noch nie eine so außergewöhnlich gute Sitzung besucht hätten, besser als alles, was sie je in Köln und Düsseldorf gesehen haben. Unser Stammpublikum sprach von einer tollen, gelungenen Sitzung. Und es gab noch ein tolles Erlebnis. Das Fernsehen interessierte sich für uns! Die Prinzengarde kam zu Fernseh-Ehren. Fünf Minuten Berichterstattung in der Sendung „Regio – Aachen“ ( das ist nicht vielen vergönnt), resultierten aus einem ganzen Aufnahmeabend, der sich für viele sehr aufregend gestaltete. Nicht das Programm stand im Vordergrund, sondern die Organisation. Das Fernsehen war neugierig, wie die Prinzengarde es schafft, ein fünfstündiges Programm mit eigenen Kräften zu gestalten und was sich dabei vor und hinter der Bühne so abspielt.

Immer beliebter wird unsere Late-Night Veranstaltung

Vor der Premierenveranstaltung fand noch ein Empfang für unsere Ehrengäste statt. Bei dieser Veranstaltung wurde Hubert Herpers , stellv. Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, zum neuen Ehrenmitglied ernannt. Hans Vorpeil, der Sprecher der Ehrenmitglieder rühmte das strategisch-erfinderische Geschick der Prinzengarde, stets die richtigen Kandidaten auszuzeichnen. Hubert Herpers ist eine Bereicherung für uns. Da könne er als Politiker nur neidvoll zuschauen.

Man kann offensichtlich bei uns das Karnevals-Handwerk bestens lernen, so das Fazit der Gardeströpp-Verantwortlichen und deshalb sind wir stolz auf unser Patenkind. Die Veranstaltung, die zum ersten Mal in der Stadthalle stattfand, war ein Erfolg. Keine Ausschreitungen, ein gutes Programm, toll gemacht Gardeströpp.

Erwähnen muss man aber auch einmal den Karnevalssonntag und den Rosenmontag. Sonntags zogen wir mit einer großen Mannschaft zur Stadthalle. Ein tolles Bild, das nicht nur unser Prinzenpaar in Erstaunen versetzte. Rosenmontag waren wir im Zug mit Reiterkorps, Fußgruppe, Kinderwagen, Elferratswagen, Marketenderinnen, Gardekorps und Fanfarenzug vertreten.

Auf der Generalversammlung der Prinzengarde am 20. April 2004 wurde die neue Satzung einstimmig beschlossen und bei den Neuwahlen gab es eine Änderung. Klaus Mingers, langjähriger Geschäftsführer, stellte sein Amt zur Verfügung. Die Prinzengarde dankte ihm ausdrücklich für seine langjährige Tätigkeit, für seine hervorragende Arbeit als Geschäftsführer und seine tolle Mitarbeit im geschäftsführenden Vorstand. Neuer Geschäftsführer wurde Robert Baumanns. Alle anderen geschäftsführenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Auch konnte der Verein wieder acht neue Mitglieder begrüßen.

Wenn wir nicht über die Zukunft nachdenken, werden wir keine haben.

Das war der Gedanke, als man sich entschlossen hatte, ab der Session 2005 auch Karnevalssonntag eine Sitzung durchzuführen. Ab der Session 2006 werden unsere Sitzungen dann immer an den beiden letzten Wochenenden vor Karneval stattfinden.

Wir werden nur dann weiter erfolgreich sein, wenn wir unsere Tugenden Mut und Entschlossenheit weiterleben. Denn wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren will, so der Kommandant Günter Forstenaichner auf der Generalversammlung.

Am 8. Okt. 2004 war es dann soweit. Der Verein Prinzengarde, mit Sitz in Alsdorf, wurde in das Vereinsregister aufgenommen und trägt ab sofort den Namen:

K.G. Prinzengarde e.V. von 1950

2005 feierte man 5 x 11 Jahre Prinzengarde – unser Jubiläum stand bei allen Veranstaltungen im Mittelpunkt.

Am 20. Nov. 2004 feierten wir mit unseren Gästen offiziell unser 5 x 11 jähriges Jubiläum im Castor-Haus. Toni Baumanns, der 50 Jahre lang die Geschicke der Prinzengarde leitete, erhielt den ersten Jubiläumsorden als Dank für seine Verdienste. Hans Körfer, stellv. Landrat, betonte in seinem Grußwort, dass sich die Prinzengarde einen hervorragenden Namen im Karneval erarbeitet hat. “ In Alsdorf wird der beste Saalkarneval im gesamten Kreisgebiet geboten, auch Dank der tollen Sitzungen der Garde”. Die Laudatio hielt der Präsident des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise Rainer Spiertz. Er sagte: “Die Prinzengarde darf sich zu Recht als ein Aushängeschild nicht nur des Alsdorfer, sondern auch des Karnevals im gesamten Verbandsgebiet betrachten.

Viel Lob für einen stolzen Verein.

Der Sessionsauftakt gab den Mitgliedern dann auch den nötigen Schwung, um sich optimal auf unsere Sitzungen vorzubereiten. Dass die Premierenveranstaltung immer beliebter wird und schon in der letzten Session sehr gut besucht war, liegt bestimmt mit daran, dass unser Publikum nicht mehr der Meinung ist, auf der ersten Sitzung üben die ja noch. Nein, man will dabei sein wenn die Prinzengarde ihre Premiere feiert und mit dem Publikum auf eine gelungene Veranstaltung anstößt. Ein Grund dieser Meinungsänderung ist auch die professionelle Generalprobe in Uniform.

So konnten wir auch wieder die Presse überzeugen. Man schrieb: AachenerZeitung – “Gelungene Premierensitzung unter dem Motto “Maurer, Mörtel und Mariechen” oder die Aachener Nachrichten – “Große Gala-Show zum 5 x 11 jährigen Jubiläum”. Auch wir, die Verantwortlichen, waren schon nach der Preview der Meinung: “Tolle Sitzung, da stimmt alles. Und so tummelten sich auf der stilechten Baustelle der um dekorierten Stadthallen-Bühne denn auch unsere rund 150 Mitwirkenden und begeisterten das Publikum mit einem rund fünfstündigen Programm.

Vor der Premierenveranstaltung fand wieder ein Empfang für unsere Ehrengäste statt. Bei dieser Veranstaltung wurde Karl-Heinz Heinen, Geschäftsstellenleiter der Aachener Bank in Alsdorf, zum neuen Ehrenmitglied ernannt.

Die Prinzengarde ist für die Menschen da, nicht nur auf karnevalistischem Parkett. Wir sind auch Kolping Mitglieder und das verpflichtet. Deshalb war es toll, dass alle die Idee, die Karnevalssonntag-Sitzung in eine Benefiz-Gala zu Gunsten der Flutopfer umzubenennen, unterstützten und für diese Veranstaltung warben. So konnten, mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt Alsdorf-Burg, 5000 Euro überwiesen werden.

Wieder ein Garant für beste Unterhaltung war das Motto 2006:

Henger Alsdörp fängt dr Dschungel ah- Jenseits von Alafrika-,

Gag-Fabrik und Glanzpunkte aus einem Guss. Närrisches Spektakel mit Qualitätsgarantie in der Alsdorfer Stadthalle.Bewundert wird die Garde nicht dafür, dass sie mit 19 Prinzen den Löwenanteil bei der Nominierung der Alsdorfer Nachkriegsprinzen stellt, obschon auch das recht imposant ist. Vielmehr gilt die Begeisterung ihrem Vermögen, innerhalb von fünf Stunden mit fast 20 Programmpunkten pausenlos die Gäste in der Stadthalle nicht nur wach, sondern ständig in Bewegung zu halten. Sitzungskarneval ist das nicht mehr. Und das in einer Qualität, die das Prädikat „MEISTERLICH“ verdient.

Auf der Preview waren selbst die Macher gespannt darauf, ob alles funktioniert, was abends zuvor bei der Generalprobe manchen weißperückten Gardisten die Kunstfrisur noch blasser erschienen ließ. Was die Premierengäste der Dschungel-Show vor restlos ausverkauftem Haus als Erinnerung mitnahmen, wird schon ein Fundus für die Kartennachfrage 2007 gewesen sein. Aber auch hier ist der Vater des Erfolges harte Arbeit. Natürlich kommt uns zugute, dass wir aus unserem eigenen Personal schöpfen können. Aber das ist es sicher nicht allein. Schließlich müssen etwa 150 Mitglieder in jedem Jahr neu motiviert werden. Das heißt für 150 Frauen und Männer monatelange harte Arbeit, das bedeutet, dass die Karnevalszeit zu einer Strecke der Strapazen wird. Gewiss ist hier der Erfolg ein wichtiges Mittel, alle bei der Stange zu halten. Entscheidend aber dürfte das Gesamtklima bei der Prinzengarde sein, die sich nicht nur in der Bezeichnung Kolpingsfamilie versteht.

Vor der Premierensitzung fand wieder ein Empfang für unsere Ehrenmitglieder und Ehrengäste statt. Auf dieser Veranstaltung wurden wieder verdiente Mitglieder geehrt. Die höchste Auszeichnung erhielt Josef ( Toto)Beckers. Er wurde zum neuen Ehrenmitglied der Prinzengarde ernannt.

Die Prinzengarde erfüllt einen hohen Anspruch. Das beginnt mit den Darstellern und endet beim Schmierteam. Es ist schon toll zu sehen, wie viele „Jecke“ sich mit Programm, Ausgestaltung, Technik, Bühne, Logistik, Choreographie, Organisation und vieles mehr befassen.

Ein besonderes Dankeschön galt aber Ferdi Baumanns. Vor zwei Jahren nahm er Abschied – Abschied von der Bütt. Er ließ sich überreden, weil Not am Mann war, noch einmal hoch zu gehen ins satte Licht der Scheinwerfer. Und was geschieht? Eine Rede aus dem Leben, viel Lokalkolorit, zündende Pointen. Ohne Übertreibung ein Höhepunkt unserer Sitzung.

Lachen, Freude haben und helfen, das gehört zusammen hat sich die Prinzengarde gedacht und verknüpfte den närrischen Frohsinn mit einer Benefizaktion für ein Kolpingprojekt in Uganda. Als Zeichen der Solidarität dienten dabei rote Bändchen, die für zwei Euro auf unseren Sitzungen verkauft wurden. Der Reinerlös dieser Aktion, mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt Alsdorf Mitte, betrug 6000,00 Euro.

Auf der Generalversammlung wurde der amtierende geschäftsführende Vorstand für zwei weitere Jahre wiedergewählt und drei neue Mitglieder in die Prinzengarde aufgenommen.

Kommandant Günter Forstenaichner

stellv, Kommandant Jügen Zantis

Sitzungsleiter Bernd Horbach

Dieter Baumanns

Schatzmeister Jürgen Baumanns

Geschäftsführer Robert Baumanns

Im Jahre 2007 wurde eine neue Gruppe gegründet: das Reservistenkorps. Auch im Fanfarenzug und in der Garde fanden neue Leute den Weg zum Verein, die zum Teil neue Uniformen erhielten, bzw. aus unserem Fundus ausgestattet werden konnten. Der finanzielle Aufwand für den Verein belief sich auf eine fast fünfstellige Summe. Besonders in unserem Fanfarenzug lohnt sich die Investition. Wenn junge Leute zu uns stoßen, brauchen wir uns um die Zukunft des Vereins keine Sorgen zu machen. Ein finanzieller Gewaltakt, der sich gelohnt hat, denn das Ergebnis kann sich sehen lassen. Hundert Mitglieder marschieren in der Uniform der Prinzengarde. Viel Arbeit für den Uniformbeauftragten Michael Müller. Durch die Gründung unseres Reservistenkorps wurden die Aufgaben der einzelnen Gruppen neu definiert. Der geschäftsführende Vorstand legte den Gruppenleitern ein neues Ablauforganigramm vor. Hier wurden Aufgaben neu verteilt, dadurch verschiedene Gruppen entlastet, andere erhielten neue Aufgaben. Diese Neuaufteilung wurde hervorragend umgesetzt. Alle Gruppen erfüllten ihre Aufgaben und man half sich auch untereinander. Ein weiterer Fortschritt in der Organisation unserer Sitzungen.

„Eine Muh, eine Mäh, eine tätärätätä“ – Karneval auf dem Bauernhof, so das Motto 2007. Ein Programm mit 20 Programmpunkten aus eigenen Ideen produziert, mit eigenen Kräften gestaltet. Aber auch hier ist der Vater des Erfolges harte Arbeit. Hier liefern über 150 Karnevalisten eine tolle Leistung ab. Seit Jahren greifen wir bei unseren Sitzungen auf moderne Technik zurück. So beim .Eröffnungsbild, das die erste Spannung in den Saal brachte. Licht, Ton, Detailproduktionen im Bühnenhintergrund – Prinzengarde und Stadthallentechnik garantieren Qualität. Eine tolle Bühne, für diese großartige Leistung erhielt die Baugruppe und unsere Architektin Kerstin Jockenhövel-Ptak vom Publikum ihren verdienten Applaus. Kein Halfter benötigte unser Zeremonienmeister Peter Sistermanns, der als Stallknecht die Akteure auf die Bühne brachte. Unser Nachwuchstalent Katrin Emonds glänzte mit einstudierten Witzen. Auf den Punkt setzte das Programm die Auftritte der tänzerischen Darbietungen und Showbilder. Monika Maischak, die Karnical Truppe, die Steps, die Garde mit ihrem Gardetanz , das Herrenballett und die Marketenderinnen mit Detlef Ganz. Nicht zu vergessen unsere Büttenasse: Josef Körfer, Ingo Kohnen, Manni Dreschers, Jan Schröder und Jürgen Beckers. Kein anderer Verein kann so viele und so hervorragende Büttenredner bieten. Unsere musikalischen Programmpunkte, dargeboten von unserer Band und unserem Fanfarenzug. Nicht zuletzt unsere Kommandantur, die Gruppenleiter und die vielen Helfer vor und hinter der Bühne, allesamt verantwortlich für die Organisation und eine reibungslose Abwicklung unseres Programms. Zentrale Figuren im fünfstündigen Programm unsere Moderatoren Bernd Horbach und Dieter Baumanns. Diese machten unser Publikum vertraut mit den Abläufen eines auf die Narretei abgestimmten Bauernhofs.

Närrisches Motto und sozialer Auftrag ergänzen sich auf wundersame Weise. Wenn schon Muh, dann auch richtige Kühe für die notleidenden Menschen, dachten sich Bernd und Dieter und ließen für einen guten Zweck Prominente auf der Bühne melken. Der Erlös: 6300,00 Euro einschließlich der Spende der Alsdorfer Arbeiterwohlfahrt. Eine stolze Summe, die wir dem Kolpingwerk für ein Projekt in Indien zur Verfügung stellen konnten.

Im Jahr 2007 kam das Alsdorfer Prinzenpaar wieder aus den Reihen der Prinzengarde. Als 20. Prinzenpaar wurden proklamiert Toni Klein und seine Gattin Claudia.

Gemeinsam sind wir stark, das beweist erneut das zurückliegende Jahr. Und mein Wunsch ist, dass wir diese Gemeinsamkeit als die tragende Basis für unsere Arbeit bewahren, so Kommandant Günter Forstenaichner.

Auch für die Session 2008 blieb die Prinzengarde ihrer Tradition verpflichtet: Jedes Jahr ein neues Motto, jedes Jahr eine dem Motto entsprechende Bühne und jedes Jahr alles aus eigener Kraft. Das ist ein enormer Kraftakt und ein nicht zu unterschätzender logistischer Aufwand, den unsere Aktiven Jahr für Jahr stemmen. Der Prinzengardekarneval ist weit über den Nordkreis hinaus bekannt, in den angrenzenden Städten der Region spricht man mit Respekt und Hochachtung über uns, über unsere Art Karneval zu feiern und auch über die Qualität unseres Programms. Von Nichts kommt natürlich auch nichts, denn für den Sitzungsbesucher ist es kaum vorstellbar, dass man sich schon während der laufenden Session die ersten Gedanken darüber macht, was wir im nächsten Jahr auf die Beine stellen können. Natürlich kommt uns zugute, dass wir aus unserem eigenen Mitgliederstamm schöpfen können. Doch, das ist es sicher nicht allein. Schließlich müssen alle Mitglieder in jedem Jahr neu motiviert werden, müssen monatelang hart arbeiten. Gewiss ist hier der Erfolg ein wichtiges Mittel alle bei der Stange zu halten. Entscheidend aber dürfte das Gesamtklima bei der Prinzengarde sein, die sich nicht nur in der Bezeichnung als Kolpingsfamilie versteht.

„Von Himmel bis Hölle – jecke Tön und Kamelle“

Gut zu spüren: Die junge Generation wächst nach, ohne die Tradition verkümmern zu lassen. Das Publikum dankte es uns mit minutenlangem Applaus. Als Dank für ein professionelles Konzept und für eine gelungene Aufführung. Nach vier Stunden durften sich unsere Mitwirkenden ob vor oder hinter der Bühne freuen, mit dem Kölner oder Aachener Sitzungskarneval mithalten zu können. Denn Angestaubtes – wie in den Oberzentren manchmal zu sehen – ist uns fremd. Die Sitzungsserie der Prinzengarde war also ein Volltreffer. Und sie hatte auch noch einen tollen Nebeneffekt – die Unterstützung der „Aktion Menschen helfen Menschen“. Stolze 5758,69 Euro blieben nach Abzug der Kosten übrig. In dieser Summe stecken außerdem 250,00 Euro, welche die Arbeiterwohlfahrt Alsdorf Burg beisteuerte. „Unser Ziel ist es, dass jedes Kind in Alsdorf eine warme Mahlzeit am Tag bekommt, appellierten Dieter Baumanns und Bernd Horbach an das Publikum. Und das machte beherzt mit. Vielen Dank allen die mitgeholfen haben, dass dieser Betrag zustande kam. Denn auch hier können wir mit Stolz sagen: Auch das gehört zum Prinzengardekarneval!

Vor unserer großen Gala-Premiere feierte die Prinzengarde ihr neues Ehrenmitglied: Margit Kohl-Woitschik. Präsentiert wurde die Geschäftsführerin der Aachener BWW-Kohl-Gruppe bereits tags zuvor bei der Preview. Das größte Lob des neuen Ehrenmitgliedes an die Führung der Prinzengarde: „ So nett wie hier ist es nirgendwo“. Wir können also mit Stolz auf die hinter uns liegende Session zurückblicken. Die Prinzengarde erfüllt einen hohen Anspruch. Das beginnt mit den Darstellern und endet beim Schmierteam. Es ist schon toll zu sehen wie viele Jecke sich mit Programm, Technik, Bühne, Logistik, Choreographie und Organisation befassen.

Wiederwahl des geschäftsf. Vorstandes für weitere zwei Jahre, das war der Vertrauensbeweis auf der Generalversammlung.

Am Sonntag, dem 1. Juni 2008 verstarb unser Ehrenpräsident Toni Baumanns. 50 Jahre war er Präsident der Prinzengarde. Wir werden diesen wertvollen Menschen sehr vermissen und über ihn zu reden tut noch sehr weh. Er war nicht nur Vorbild, sondern auch Kämpfer, vor allem aber ein sehr lieber Freund.

Im Jahr 2009 konnten wir vier junge Leute in die große Prinzengardefamilie aufnehmen. Junge Leute, die sich für ein Mitwirken in unserem Fanfarenzug entschieden. Das zeigt und macht uns gleichzeitig froh, dass wir keine Nachwuchssorgen haben. Im Laufe des Jahres stießen weitere 5 neue Leute zu uns 1 Mitglied für das Gardekorps, für das Reservistenkorps und 2 neue Mitglieder für den Elferrat. Erfreulich für mich, dass auch der Elferrat Nachwuchs bekommt, zeugt es doch davon, dass diese Gruppe lebt und attraktiv genug ist, neue Leute für ihre Gruppe zu begeistern.

Im Laufe des Jahres traf man sich beim Jahresausflug der Kolpingsfamilie und beim Sommerfest des Fanfarenzuges, welches immer mehr zu einer Veranstaltung wird, wo sich die Vereinsmitglieder treffen, gut amüsieren, Gruppen sich untereinander näher kennenlernen und auch mit Freunden von anderen Vereinen ein Bier zusammen getrunken werden kann. Für diese Völkerverständigung dem Fanfarenzug ein dickes Dankeschön.

Zur Sessionseröffnung wurde am 22. Nov. 2009 eingeladen. Das Reservistenkorps hatte sich bereit erklärt, die Organisation zu übernehmen. Das Castorhaus war toll geschmückt und der Programmbeitrag der Kellersberger Freunde war ein gelungener Auftakt.

Danach begann die heiße Phase der Vorbereitungen für unsere Sitzungen. „Costa Carneval- Urlaub im Clubhotel Prinzengarden“so das Motto. „Komm nach Alsdorf. Nette Menschen mit kleinen Macken“, so hieß es in dem Eröffnungsfilm. Als dann der Vorhang aufging und unser Publikum die tolle Bühne sehen konnte, sprang der Funke sofort über. Die Besucher hatten den Eindruck, als würde man am Urlaub im „Prinzengarden-Clubhotel“ aktiv teilnehmen, so großartig wirkte das Bühnenbild. Clubhotel, Strand und die dazugehörende Bar boten einen prächtigen Anblick. Es war der perfekte Start, zumal die beiden Animateure Bernd und Dieter wahrhafte Cluburlaub-Profis waren. Es folgte Höhepunkt auf Höhepunkt. 200 Akteure vor und hinter der Bühne machten die Sitzungen der Prinzengarde zu einem echten Erlebnis. Mit allem, was zu einem guten Urlaub dazugehört: jede Menge Spaß, Unterhaltung, frische Ideen und dem ganz besonderen Charme, das Programm ausschließlich von Kräften aus den eigenen Reihen in monatelanger Vorbereitung auf die Bühne gebracht zu haben. Unser Ehrenmitglied Prof. Bernd Mathieu, Chefredakteur der Aachener Zeitung und der Aachener Nachrichten schrieb uns. „ Herzlichen Glückwunsch zu Eurer wunderbaren, äußerst gelungenen Sitzung. Das war unterhaltsam, witzig, spontan, hervorragend inszeniert, mit toller Choreografie. Das macht Euch so schnell in der Region niemand nach.“ Dieses Lob spiegelt auch die Resonanz unseres Publikums wieder.

Die Aktiven auf der Bühne bekommen den Applaus unseres Publikums, die hinter den Kulissen einen Applaus der Generalversammlung. Denn ohne die Helfer hinter der Bühne wären unsere Veranstaltungen nicht perfekt. Ständen wir ohne Brötchen da, hätten wir keine Getränke hinter der Bühne oder würde keiner unserem Publikum den Kaffee reichen, so wäre es nicht unser Prinzengardekarneval. Auch die Organisation von A – Z wird von den eigenen Mitglieder bestritten.

Vor unserer Premierenveranstaltung fand wieder ein Empfang für unsere Ehrengäste statt. Bei dieser Veranstaltung wurde der Chef der Aachener Bank, Herr Franz Wilhelm Hilgers, zum neuen Ehrenmitglied ernannt. Ich denke, mit diesem Banker haben wir wieder eine gute Wahl getroffen. Unsere Ehrenmitglieder überreichten unserem Fanfarenzug neue Fanfarentücher.

Im Rahmen der diesjährigen Sitzungen haben wir uns wieder für eine soziale Aktion in unserer Stadt engagiert. Durch den Verkauf der VIP – Cards sind insgesamt 5000,00 Euro eingenommen wurden, die wir der Aachener Zeitung mit Ihrer Aktion „Menschen helfen Menschen“ zur Verfügung gestellt haben, mit der Auflage, dieses Geld Schülerinnen und Schülern Alsdorfer Schulen zugute kommen zu lassen, denen es ohne eine entsprechende finanzielle Unterstützung nicht möglich wäre, an anstehenden Klassenfahrten teilzunehmen.

Hier ein besonderes Dankeschön an unsere Gruppe „Karnical“, die dieses Geld bei allen Sitzungen eingesammelt und die Leute zur Spende animiert haben

In der Session 2010 feierten wir einen runden Geburtstag. Zugegeben, es war zwar kein närrisches Jubiläum, aber bei einem runden Geburtstag darf auch in einem Karnevalsverein gefeiert werden. Dies taten wir in Verbindung mit unserer Sessionseröffnung. Außer unseren Ehrenmitgliedern waren keine Gäste geladen. Dafür wurde jedem Mitglied der neue Vereinsorden verliehen, damit auch an einem Orden die Zugehörigkeit zur Prinzengarde zu erkennen ist.

Mit unserem Motto „Wünsche, Wunder, Zauberwelten“ hatten wir wieder eine guteWahl getroffen. Um es vorweg zu sagen: Was die Prinzengarde auf und hinter der Bühne erneut mit ausschließlich eigenen Kräften an Ideen und Einfällen dem begeisterten Publikum geboten hat, verdient höchste Anerkennung. Vom tollen, auf das Motto abgestimmten Bühnenbild bis hin zu den einzelnen Programmpunkten, alles war erste Klasse. Mehr als vier Stunden dauerte der Spaß. Ein Spaß, der traditionellen Karneval leichtfüßig mit modernen Showelementen paarte. Es hat einfach Spaß gemacht.

Auf dem Empfang vor unserer Premierensitzung wurde Ernst Erasmus, Prokurist der FOGA, in die Reihen der Ehrenmitglieder aufgenommen.

Im Rahmen der diesjährigen Sitzungen haben wir uns wieder für eine soziale Aktion entschieden. 2.500,00 Euro konnten wir der Aachener Zeitung mit Ihrer Aktion „Menschen helfen Menschen“ für die Flutopfer in Haiti zur Verfügung stellen.

Direkt nach der Generalversammlung 2010 nahm der wiedergewählte geschäftsführende Vorstand seine Arbeit auf. Hieß es doch, unsere Prinzengarde für die Zukunft neu aufzustellen. Denn auf dieser Generalversammlung kündigten Bernd und Dieter ihren Abschied an. Veränderungen ab der Session 2010/2011 wurden besprochen und der Prozess für das Projekt „Prinzengarde 2011+11 wurde eingeleitet. Zur Disposition standen die „Kaffee-Kuchen-Sitzung und die „Prinzengarde Late Night“. Es wurde bei mehreren Treffen die verschiedensten Möglichkeiten durchgesprochen, bis wir am Ende ein Ergebnis hatten. Aus der Kaffee-Kuchen-Sitzung wurde die „Flüstersitzung und aus der Prinzengarde Late Night die „Prinzengarde-Nacht“. Beide neuen Veranstaltungen wurden gut von unserem Publikum angenommen, sodass wir diese Veränderungen als gelungen bezeichnen können.

Auch ein neues Motto wurde schnell gefunden:

„Gangster, Gauner und Gardisten“

Mit diesem Motto erreichten wir im Jahr 2011 den Höhepunkt der letzten 11 Jahre. Ende. Theke. Bier. Alaaf! Ruckzuck vorbei und doch alles drin. In 15 Minuten eine komplette Prinzengarde-Sitzung, das schaffte unser Elferratsballett mit seinem Auftritt. Dabei war diese Parodie weit mehr als ein rasend komisches Vergnügen. Es war der Beweis dafür, wie groß der Wiedererkennungswert der vielen Highlights der Sitzungen der Prinzengarde ist. Allein mit eigenen Kräften und ohne einen einzigen Durchhänger. Der Mix ist unserer Erfolgsrezept, denn traditioneller Karneval und moderne Show – Elemente werden miteinander verbunden. Auch das Miteinander von Bühne und Saal gehört zu unseren Markenzeichen einer durch und durch eigenständigen Show, die viel zu bieten hatte. Für zwei Akteure, nämlich Bernd und Dieter, war der Preview-Abend zugleich der Anfang des Abschieds. Nach elf Jahren gaben sie als Moderatorenteam das Mikro weiter. Zum Schluss zeigten sie noch einmal eindrucksvoll, warum man diese Entscheidung bedauern muss. Ihre herrlich hingeblödelten Zwiegespräche zogen sich als roter Faden durch den Abend und waren stets ein glänzender Startschuss für die übrigen Programmpunkte. Als Moderator selbst ein Kracher zu sein und anderen dabei nicht die Show zu stehlen – diesen Spagat beherrschen Bernd und Dieter meisterlich. Vielen, vielen Dank den „Beiden“, so die Abschiedsworte von Günter Forstenaichner.

Auf der nach Karneval folgenden Generalversammlung wurden die ersten Weichen für die Zukunft beschlossen. Zum neuen Moderator wurde Frederik Rybacki gewählt. Auch wurde der Versammlung mitgeteilt, dass sich der geschäftsführende Vorstand für Hans Peters als Nachfolger des Kommandanten ausgesprochen hat. Der geschäftsführende Vorstand wurde für zwei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt. Nach dieser Versammlung nahm der Vorstand sofort seine Arbeit auf, galt es doch, verschiedene Neuerungen bzw. Verbesserungen zu besprechen. Hierzu wurden wieder verschiedene Arbeitsgruppen gebildet:
Kartenvorverkauf
neue Internetseiten
Prinzengarde-Nacht
Sessionseröffnung
Neuausrichtung der Kommandantur

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Unser neues Kartenvorverkaufsprogramm hat zwar die Kasse sehr belastet, aber die Investition hat sich gelohnt. Das Programm lief einwandfrei, der Ort der Vorverkaufsstelle war gut gewählt, denn es wurden wieder mehr Karten verkauft, die Öffnungszeiten wurden angenommen und die Besetzung unseres Büros hat hervorragend geklappt. Unsere neuen Internetseiten fanden guten Anklang, ein modernes Design, erfrischende Berichte, tolle Aufteilung. Die Prinzengardenacht wurde überdacht, Neuerungen eingebaut. Auch hier wurde viel Arbeit und Zeit investiert. Es war eine gute Veranstaltung, doch der Zuschauerzuspruch war nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Das Konzept steht und sollte nicht wieder verändert werden. Es wurde wieder eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die diese Veranstaltung zum Erfolg führen sollte.

Wie sollen wir in diesem Jahr unsere Sessionseröffnung feiern? Diese Frage stellte sich die Arbeitsgruppe. Man kam schnell auf einen Nenner. Wir feierten unsere Eröffnung nach dem Auftritt bei der 5×11 jährigen Jubiläumsveranstaltung des VKAG. Dass unser Auftritt bei dieser Veranstaltung ein so großer Erfolg werden würde, konnte da noch niemand ahnen. Was die Prinzengarde zu bieten hat, konnten die Zuschauer im Zeitraffer miterleben. So konnten sie das „vierstündige Programm“ in 15 Minuten erleben. Ferner präsentierten wir noch unser Tanzmariechen Monika, den Fanfarenzug und den „berühmten Gardetanz“. Ein besonderes Lob erhielten wir vom Präsidenten des BDK Volker Wagner. Er sagte unter anderem: „Ich bin begeistert. Die Prinzengarde kann mit allen Größen im Karneval mithalten. Was hier alles aus eigenen Kräften gemacht wird, besonders das Miteinander von Jung und Alt ist einzigartig“. Dieses Lob wiederholte er auch noch einmal auf der diesjährigen Prinzenproklamation. Natürlich wurde dann die Sessionseröffnung in der Alsdorfer Burg richtig gefeiert. Auch der Festzug am darauffolgenden Tag war ein Erfolg für unsere Gesellschaft.

Mit unserem Motto „Höher, schneller heiter – das aktuelle Spaßstudio“ haben wir wieder einen Treffer gelandet. Die sportliche Show unserer diesjährigen Sitzung kennt nur Gewinner und zwar auf und hinter der Bühne. Unser Moderator Frederik Rybacki hat einen gelungenen Einstand gegeben und seine Sache sehr gut gemacht. Wir sind nicht, wie von einigen Besuchern befürchtet, in ein tiefes Loch gefallen. Im Gegenteil. Durch seine erfrischende Moderation hat er den Sitzungen der Prinzengarde seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Sein Lob an alle Akteure: Super! Einmalig! Noch nie dagewesen.

Auch in diesem Jahr hieß es wieder Abschied nehmen. Der stellv. Kommandant Jürgen Zantis wird sich nicht wieder zur Wahl stellen. Er tritt ins zweite Glied zurück. Ebenfalls wurde unser Tanzmariechen Monika Maischak auf der letzten Sitzung verabschiedet.

Auf dem Empfang wurde Günter Jansen, Geschäftsführer der GSG, zum neuen Ehrenmitglied ernannt. Verabschiedet wurden hier auch Schlabber und Latz als Sitzungsleiter. Günter Forstenaichner ließ die 11 Jahre noch einmal anhand einer Power Präsentation Revue passieren und bedankte sich bei den beiden für elf gemeinsame, unvergessliche Jahre. „Wir haben in diesen Jahren die Prinzengarde weiter nach vorne gebracht und zu dem gemacht, was sie heute ist. Ein Spitzenverein, der die Konkurrenz aus Köln und Mainz nicht zu scheuen braucht. Das ist auch Euer Verdienst“, so Günter Forstenaichner mit feuchten Augen.

Bereits jetzt planen und arbeiten die Vereinsmitglieder an der kommenden Session. Ein neues Tanzmariechen wurde gefunden – Pia Wisgott. Im Rosenmontagszug 2013 wird die Prinzengarde einen neuen Prunkwagen präsentieren. Ein eigener Wagen für die Kinder ist ebenfalls geplant. Das Kreativteam hat zweimal getagt und bereits ein neues Motto gefunden. Toll auch, dass sich so viele Mitglieder an der Wahl des neuen Mottos beteiligt haben. Jung und Alt haben ihre Vorschläge präsentiert und diskutiert. Das zeichnet diesen Verein aus.

Der neugewählte geschäftsführende Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

Kommandant

stellv. Kommandanten

Sitzungsmoderator

Schatzmeister

Geschäftsführer

Günter Forstenaichner

Hans Peters – Olaf Ptak

Frederik Rybacki

Jürgen Baumanns

Robert Baumanns

Acht neue Mitglieder konnten auf der Generalversammlung begrüßt werden. Leider mussten auch sechs Mitglieder den Verein beruflich verlassen.

Anschließend wurden dann die Weichen für den letzten Teil unseres Projekts 2011+11 gestellt. Hans Peters übernimmt nach der Session 2014 das Amt des Kommandanten und Olaf Ptak wird sein Stellvertreter. Ich denke, danach wird die Prinzengarde gut aufgestellt sein und zuversichtlich in die Zukunft schauen können. Erfolg hängt auch vom Mut zur Veränderung ab. Denn – wer etwas will, sucht Wege, wer etwas nicht will, sucht Gründe“, so der Kommandant.

Mit unserem Sitzungsmotto „Prinz, Gardisten, fesche Madel(n) – feiern gerne im Gardestadl“ lagen wir wieder genau richtig.. Unter diesem Motto gab es mehr als vier Stunden lang Hüttenstimmung und Schunkelflair satt in der Alsdorfer Stadthalle. Der Brückenschlag hat glänzend funktioniert. Jeckes aus dem Rheinland und Zünftiges aus Bayern haben wir in einen Topf geworfen und ein feines Süppchen draus gekocht. Dass unser Frederik kein Florian Silbereisen ist, war schon mal ein klarer Vorteil dieser Stadl-Show. Mit Schmackes statt Schmalz ging der Moderator zur Sache und durfte dabei auf einen ganzen Haufen toller Nummern vertrauen. Allesamt bestritten von eigenen Kräften, wie es sich bei der Prinzengarde seit eh und je versteht. Auch die Prinzengardenacht war ein Erfolg. Das Konzept hat gegriffen und die Besucher waren begeistert. So können wir von einer großartigen Session sprechen, die der Prinzengarde noch mehr Ansehen gebracht hat.

Unser Spendenaufruf, den die RTL Moderatorin Inka Bause via Bildschirm bei den Sitzungen startete, war ein großer Erfolg. 2.666,00 Euro konnten wir an die Kinder- und Jugendklinik Datteln überweisen. Mit einem Schreiben bedankte sich Prof. Dr. Zernikow für die großzügige Spende. Hierin heißt es: „Mit Ihrer großzügigen Spende haben Sie Kindern mit einer unheilbaren, ihrer Lebenszeit verkürzenden Krankheiten und auch ihren Eltern und Geschwistern Beistand geleistet“. Ich denke, eine tolle Aktion, die wir da durchgeführt haben.

Auf unserem Empfang vor der Premierensitzung stand unser Fanfarenzug aus Anlass des 50 jährigen Bestehens dieser Gruppe im Mittelpunkt. Mit einer kleinen Power Point Präsentation ließ man die 50 Jahre noch einmal Revue passieren. Auch wurde der stellv. Kommandant Jürgen Zantis gebührend verabschiedet. „Lieber Jürgen, wir haben zwölf Jahre hervorragend zusammengearbeitet. Für diese tolle Zeit danke ich Dir von Herzen. Es war immer ein angenehmes Gefühl, Dich um mich zu haben“, so die bewegenden Worte von Günter Forstenaichner.

Mit einer großen Abordnung besuchten wir die Sitzung unserer Nachwuchsabt. Gardeströpp in der Alsdorfer Stadthalle. Dort konnten die Schüler von der Bühnendekoration der Prinzengarde-Sitzung profitieren und auch unsere Hausband stellte sich zur Verfügung. 1971 haben wir die Patenschaft bei den Gardeströpp übernommen und fiebern nun dem 44 jährigen entgegen. 2014 ist es soweit. Wir werden dieses Jubiläum dann gebührend feiern.

Auch unsere Sessionseröffnung fand großen Anklang. Nach dem Empfang der Ehrenmitglieder im Kaminzimmer der Burg, zogen die Uniformierten in den Burgpark ein, um den Appell durchzuführen. Anschließend wurde dann so richtig gefeiert.

Rosenmontag konnten wir unseren neuen Prunkwagen präsentieren. Ein toller Wagen. Hier gilt der Dank an unsere Baugruppe, die zusätzlich zu ihrem Bühnenbau diesen Wagen noch gebaut haben. Bis Karnevalssamstag haben sie daran gewerkelt.

Sein siebtes Sommerfest hat der Fanfarenzug abgehalten. Für groß und klein wurde wieder einiges geboten und auch die Organisation wurde vom Fanfarenzug selbst übernommen. Ein gelungenes Fest, dass sich weit über die Grenzen Alsdorfs einen Namen gemacht hat.

„Nach der Session, ist vor der Session“. So setzte sich der geschäftsf. Vorstand nach der Session 2013 bereits eine Woche nach Karneval wieder zusammen, um Bilanz zu ziehen und die Eckpunkte für die Session 2014 festzulegen. Galt es doch die Einnahmen zu steigern und die Ausgaben zu drosseln. So entschied man sich die Preview-Sitzung zu streichen und die Karten für unsere Sponsoren auf die anderen Sitzungen zu verteilen. Die gesamten Vorschläge wurden auf der Generalversammlung vorgestellt und einstimmig angenommen. Weiterhin wurde der Wechsel in der Kommandantur vorangetrieben und eine Jahresplanung erstellt, die dann von den einzelnen Vorstandsmitgliedern abgearbeitet wurde.

Im Sommer fand wieder das Sommerfest unseres Fanfarenzuges statt, welches wie in den Jahren zuvor hervorragend von dieser Gruppe organisiert wurde. Viele Besucher, groß und klein, kamen um einen schönen Nachmittag und Abend zu verbringen. Es wurde erneut ein gelungenes Fest.

Mit einem Fackelmarsch durch die angrenzenden Straßen, sowie über das Gelände der historischen Wasserburg selbst, eröffnete die Prinzengarde die Session 2013/2014. Kleine und große Schaulustige fanden sich dazu am Wegrand ein. Der Fackelzug endete an einer Feuerstelle vor der Burg. Hier fand der Appell mit Aufnahme der neuen Mitglieder statt. Anschließend feierte die Garde mit ihren Ehrenmitgliedern die Sessionseröffnung.

Die Prinzengarde lässt die Puppen tanzen. Das Motto 2014 „Tri, tra, trullalaaf – Die Alsdorfer Puppenkiste“. Aus großen Vorbildern hat die Prinzengarde schon etliche Male närrische Überraschungen erzeugt. Diesmal standen Kasperle, Muppet-Show und Augsburger Puppenkiste Pate für unsere Sitzungen. Sitzungsmoderator Frederik Rybacki steckte diesmal im Schreinerkittel von Puppenmacher und Pinocchio-Papa Gepetto und Kommandant Günter Forstenaichner begrüßte die Gäste als Holzpuppe. Handwerklich top auch das Bühnenbild: eine Verbeugung vor der Muppet-Show, die sogar noch Platz für den Balkon der grantigen Figuren „Waldorf und Statler“ bot. Alles Marke Eigenbau, wie überhaupt die ganze Show. Diesmal war im Programm der eigenen Kräfte viel Platz für besondere Premieren. Die „Sechs Gardöre“, die sich richtig gut bei Stimme zeigten. Auch Lena Baumanns feierte ihren Einstand mit Gesang. Als Büttenrednerinnen „Quassel & Strippe“ feierten Lena Keufgens und Sophie Wabbels ihre Premiere. Wie immer ein Garant für gute Unterhaltung und Stimmung unsere Band Tresenritter und unser Fanfarenzug.Wortgewandt wie immer Büttenredner Manni Dreschers als „Schantalle“. Von schlüpfrig bis schlitzohrig unser Duo „Schlabber und Latz. Wo viel Bütt und viel Gesang ist, da ist auch viel Tanz. Gerade da haben wir eine starke Truppe zu bieten. Die Steps, das Alsdorfer Durcheinander, Tanzmariechen Pia Wißgott und natürlich die Jungs vom Gardechor. Wie Männer mittleren Alters in voller Montur solch anmutige Hebefiguren hinbekommen, ist aller Ehren wert. Herr Präsident, Herr Präsident: Einen Ausflug in das Kölner Hänneschen-Theater unternahmen die Herren des Elferrats. Eine feine Show, die mit schrägen Ideen und hohem Wiedererkennungswert punktete.

Dafür gab es donnernden Applaus, wie so oft bei den Sitzungen. Es war einfach wieder eine tolle Session mit einer hervorragenden Sitzungsreihe. Vielen Dank allen Mitwirkenden.

Am Schluss der letzten Sitzung hieß es Abschied nehmen. Unser Kommandant Günter Forstenaichner stand zum letzten Mal in dieser Funktion auf der Bühne. Seine Garde bereitete ihm einen wunderschönen Abschied und schenkte ihm für all seine Verdienste die ihn verkörpernde Kasperlepuppe.

In den Seminarräumen der Stadthalle hatte die Prinzengarde zu ihrem traditionellen Empfang geladen. Stolz präsentierte Günter Forstenaichner den Gästen mit Frank Dohmen das neue Ehrenmitglied.

„Als wir uns im Jahre 2000 das Ziel gesetzt hatten, den Verein zukunftsfähig zu machen, wurde auch über die Zusammenarbeit mit Sponsoren nachgedacht. Mit der Fa. Karnevalswierts fanden wir einen Partner, der für unser neues Konzept ideal war. Da unser Programm nur von eigenen Kräften durchgeführt wird, benötigen wir je nach Motto, in jedem Jahr neue Kostüme. Hier fanden wir beim Geschäftsführer Frank Dohmen immer ein offenes Ohr. Die Zusammenarbeit besteht bis zum heutigen Tage und die Prinzengarde ist froh, solch eine gute Verbindung gefunden zu haben“.

Unser Patenkind „die Gardeströpp“ feiert in diesem Jahr ihr 4 x 11 jähriges Bestehen. Seit 44 Jahren sorgen engagierte Lehrerinnen und Lehrer der “ Studiengruppe Gardeströpp“, für Kontinuität, denn die Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule mit dem Abitur. In all den Jahren ist es immer wieder gelungen, neue Leute auf die Bühne zu holen und für den Karneval zu begeistern. Die Prinzengarde ist sehr stolz auf diese Zusammenarbeit. Herzlichen Glückwunsch zum 4 x 11 jährigen Jubiläum.

Bereits eine Woche nach der Jahreshauptversammlung wurden die Weichen für das Jahr gesetzt. In einer ersten Sitzung des Vorstandes wurde beschlossen, dass man eine neue Veranstaltung im November ins Leben ruft und durch den Wegfall des Prinzenvorbeimarsches am Tulpensonntag, sich Gedanken über unser Frühstück im Castorhaus machen muss.

Aber vor der Session mussten natürlich auch organisatorische Dinge erledigt werden. So machten wir Termine mit dem Team Amadeus, der Stadthalle und unseren Sponsoren.

Mit all diesen Firmen konnten wir wieder erfreuliche Sponsoringvereinbarungen und Verträge schließen, sodass das erste finanzielle Standbein der Prinzengarde in trockenen Tüchern war.

Nun musste noch das zweite Standbein, unsere Sitzungen, aufgebaut werden. Unser Motto: „Gouda, Meisjes en Frikandel – PRINZENGARDE SPEZIAL „ stand schon fest und somit machten sich spätestens nach den Sommerferien alle Gruppen an die Arbeit.

Am ersten Samstag im September hatte unser Fanfarenzug wieder sein Sommerfest. Wieder einmal ein tolles Fest für Klein und Gross. Ein echter Publikumsmagnet und für die Prinzengarde eine großartige Werbung.

Der gesamte Verein unterstützte eine Woche später unseren Stand am Mobau. Hier sorgten wir zum zweiten Mal für die Bewirtung im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags zum Europafest.

Ab November hieß es dann natürlich „Karnevalszeit“. Die Sessionseröffnung des Festkomitees stand an. Am 08.11.2015 nahmen wir am mittlerweile traditionellen Umzug von Rathaus zum Denkmalplatz teil und konnten UNSER Prinzenpaar Christoph und Doreen der Alsdorfer Bevölkerung vorstellen. Anschließend fand unser Uniformappell im Burgpark statt. Wir als Prinzengarde sind ein tolles Aushängeschild für den Karneval in unserer Stadt. Die Uniformen sollten daher bei jedem Auftritt in einem tadellosen Zustand sein. Unser Appell hat einmal mehr bewiesen, dass alle Gruppen dies sehr ernst nehmen. Nach unserem Appell haben wir uns dann zu einem gemütlichen Abend in die Remise zurückgezogen.

Eine Woche später gab es unser erstes „Warmsingen“ in der Gaststätte „Görtze Anna“. Viele alte Lieder wurden mit unseren Tresenrittern gesungen. Nebenbei plauderten die zwei prominenten Alsdorfer, Alfred Sonders und Günter Forstenaichner, aus dem Nähkästchen. Ein toller Abend für alle, die anwesend waren.

Danach stand fest: Eine solche Veranstaltung fehlte dem Alsdorfer Karneval und wird im Jahr 2015 eine zweite Auflage haben.

Die Vorbereitungen auf unsere Sitzungen in der Stadthalle haben bestens funktioniert. Alle Gruppen haben Ihre Nummern punktgenau einstudiert und die Baugruppe hat eine tolle Bühne aufgebaut. Die Sitzungen sind in der großen Masse unseres Publikums sehr gut angenommen worden.

Aber auch die negativen Stimmen wurden nicht ignoriert. Nach der Premierensitzung, die vielen zu lang war, kürzten wir aus allen Gruppen etwas hinaus, sodass wir ab der Familiensitzung eine wunderbare Länge von ca. 4 Stunden pro Sitzung hatten. Dies sollten wir in Zukunft beherzigen.

Rosenmontag hatte der Verein alle Mitglieder zu einem gemeinsamen Frühstück geladen. Anschließend nahmen die Uniformierten am Rosenmontagszug teil. Alle anderen trafen sich an unserer Bühne in der Burgstr. Aber nicht nur Mitglieder, sondern auch viele Freunde der Prinzengarde trafen ein. Ein tolles Bild so viele Karnevalisten gemeinsam feiern zu sehen.

Bereits vor der Jahreshauptversammlung des letzten Jahres setzte sich das Kreativteam zusammen, um ein Motto für die Session 2015/2016 zu finden. Dort wurden unter Anderem auch die negativen Kritiken der Sitzungen 2015 angesprochen und versucht, ins Positive zu wandeln.

In den ersten Vorstandssitzungen wurden auch Termine für unsere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr besprochen und Ideen für eine würdevolle Gestaltung der Jubiläumsfeier im November gesucht. Die Termine mit unseren Sponsoren und Partnern wurden auch wahrgenommen. So konnten wir bereits auf der JHV 2015 mit guten Nachrichten in die Jubiläumssession starten, da alle Sponsoren wieder Ihre finanzielle Unterstützung zugesagt haben. Ebenso stand auch schon unser Motto: „D´r Zoch kütt – 66 Jahre volle Fahrt“ fest.

Aber nun hieß es auch die Ideen für unser Jubiläum zu erarbeiten und zu organisieren. So starteten wir auch schon vor den Sommerferien mit der Organisation. Orden wurden entworfen und Texte, sowie Bilder wurden herausgesucht.

Nach den Sommerferien stand das Sommerfest des Fanfarenzuges auf dem Plan. Trotz schlechteren Wetters ein tolles Fest für Klein und Gross. Für die Prinzengarde eine großartige Werbung. Allen Helfern und Beteiligten sei an dieser Stelle ein großes Dankeschön ausgesprochen.

Auch in den Gruppen ging es nach den Sommerferien so richtig los. Man traf sich zu den ersten Proben.

Ab November hieß es dann natürlich „Karnevalszeit“ und „Jubiläumssession“. Die Sessionseröffnung des Festkomitees stand an. Am 07.11.2015 nahmen wir am mittlerweile traditionellen Umzug von Rathaus zum Denkmalplatz teil und konnten UNSER Prinzenpaar Hans und Sarah der Alsdorfer Bevölkerung vorstellen.

Mit einem Fackelmarsch in Richtung der historischen Wasserburg haben wir die Session eröffnet. Viele Zuschauer – Freunde, Gönner und Weggefährten – ließen sich das nicht entgehen. Vor der Alsdorfer Burg, die anlässlich des 6×11-jährigen in den Farben der Garde angestrahlt wurde, fand der Appell mit Aufnahme der neuen Mitglieder statt. Zudem stellten Ehrenkommandant Günter Forstenaichner und Sitzungsmoderator Frederick Rybacki die Prinzenpaare der vergangenen Jahre vor, die aus der Prinzengarde hervorgegangen sind. Dazu wurde ein Foto des Paares aus dem jeweiligen Jahr als Bild in einem der Fenster projektiert. Ein imposantes Schauspiel. Fast alle Exprinzen und Exprinzessinnen waren auch höchst persönlich anwesend und winkten der illustren Gesellschaft aus einem der übrigen Fenster zu. Auch eine großartige Würdigung unserer Prinzengarde, unserer Moderatoren und Präsidenten bzw. Kommandanten konnte von den Anwesenden bestaunt werden. Die Prinzengarde Alsdorf zeigte sich an diesem Abend von seiner besten Seite. Alle Anwesenden konnten ein großartiges Event erleben, dass uns so schnell keiner mehr nachmacht.

Bei der anschließenden Feier in der Remise sorgten der Fanfarenzug Schaufenberg gemeinsam mit unserem Fanfarenzug, sowie HaPe Jonen für eine tolle Stimmung. Auch unsere Elfjährigen haben mit der geänderten Tradition, den Orden erst bei der Sessionseröffnung zu küssen, viel Spaß gehabt.

Am 20. Nov. startete das zweite Warmsingen. Die Hütte beim Fischerwirt am Alsdorfer Weiher war brechend voll. Dorthin hatten wir zum „Warmsingen“ eingeladen. Moderator Frederik Rybacki und seine beiden Talkgäste sorgten für hervorragende Stimmung. Klaus Mingers, Präsident des Festkomitees Alsdorfer Karneval und der Chefredakteur der Aachener Zeitung Prof. Bernd Mathieu brachten den Moderator unter dem Beifall der Gäste das ein oder andere Mal richtig zum Schwitzen. Dazwischen wurde gesungen und geschunkelt, also eine weitere grandiose Einstimmung auf die Jubiläumssession.

Als Hans II. und Sarah wurden sie am 8. Jan. 2016 proklamiert und waren ab sofort das neue Prinzenpaar der Stadt Alsdorf. Die Prinzengarde stellte mit Hans Peters den 22. Stadtprinzen aus ihren Reihen. Für die beiden ging ein Traum in Erfüllung.

Am 30. Jan. 2016 war es dann endlich soweit. Die Jubiläumssitzungen der Prinzengarde begannen.

Bei der Premierensitzung in der Stadthalle ist das Programm der Alsdorfer Karnevalsgesellschaft eine Klasse für sich, so das Urteil der Presse. Daran hatte unser Moderator Frederick Rybacki, der souverän durchs Programm führte, einen erheblichen Anteil. Eine lange Gästeliste war nach dem filmischen Einspieler vom Vize-Kommandaten Olaf Ptak zu verlesen, bis Tanzmariechen Pia über die Bühne wirbelte. Wie sich der Kölner Kulthit „Drink doch ene mit“ ins Rockkleid (Queen) oder auch als Schlagerversion (Helene Fischer) anbringen lässt, bekamen die „Gardöre“ mitreißend hin. Büttenredner Manni Dreschers als „ärme Ehemann“ und die Formation „Die Steps“ sowie die „Tresenritter“ spannten vor der Kulisse des Alsdorfer Bahnhofs den Bogen zum jungen und alten „Allerlei“, das mit Szenen aus dem Musical „Starlight Express“ kräftig Jubel abräumte. Nun jagte ein Höhepunkt den anderen und die KG zeigte ihre ganze Gestaltungsvielfalt. So beispielsweise das Elferratsballett, als man die WDR-Reportage „D`r Zoch kütt“ aufführte. Der Boden war bestellt für die Gruppe Karnical: Karnevalsweisen, Schlager, Pop und beim Finale mit zwei Dudelsackpfeifern, der Saal kochte. Dieses Level wurde gehalten, als Jürgen Beckers reichlich Zeit auf der Bühne verbrachte und es danach zum großen Showdown für Prinz und Anhang kam. Dann gab`s dann noch ein Leckerchen drauf: Schlabber & Latz und unser Fanfarenzug setzten den Schlusspunkt. Danach war das exzellente Programm zu Ende, die „After-Show-Party“ leitete sich ein. Und nun? Herz sagt bleib`. Der Kopf auch. In dieser Nacht gab es keine Alternativen. Eine Augenweide während des gesamten Programms war das Bühnenbild, in eigener Handarbeit von unserer Baugruppe erstellt .Einen kompletten Bahnhof hatten sie auf der Stadthallenbühne untergebracht. Die Bühnenbildner ließen sogar einen Zug auf die Bühne rollen. Einfach Klasse.

Bereits vor der großen Premierensitzung herrschte in den Seminarräumen der Stadthalle eine prächtige Stimmung. Dem Ruf unserer Traditionsgesellschaft um den Vizekommandant Olaf Ptak, folgten viele Gäste. Ein besonderer Gruß galt dem Kommandanten der Prinzengarde Hans Peters, der zusammen mit seiner Frau Sarah, die in diesem Jahr als Prinz Hans II. und Prinzessin Sarah den Alsdorfer Karneval hervorragend vertraten. Zum ersten Mal trat damit ein Prinz in die Fußstapfen seiner Eltern: Kaspar und Elisabeth Peters waren 1989 Prinzenpaar der Stadt Alsdorf. Der Präsident des VKAG, Reiner Spiertz, gratulierte zum Jubiläum und hielt die Laudatio. Ein Höhepunkt war die Ernennung von Sonja Alagic, Geschäftsstellenleiterin der Sparkasse Alsdorf, zum Ehrenmitglied. Die Laudatio hielt Ehrenkommandant Günter Forstenaichner. Sonja Alagic nahm die Ehrung gerne an, und der Sprecher der Ehrenmitglieder, Hans Vorpeil, nahm das neue Ehrenmitglied in die Runde auf. Mit dem Ehrenmitgliederorden, Schal und Urkunde dekoriert, versprach Sonja Alagic sich weiter für die Belange der Prinzengarde einzusetzen.

Bereits vor der Jahreshauptversammlung 2016 setzte sich das Kreativteam zusammen um ein Motto für die Session neue Session zu finden.
Auch der Vorstand setzte sich zusammen und ließ die vergangene Jubiläumssession Revue passieren. Aber auch hier war der Blick schon nach vorne gerichtet.  Die Termine mit unseren Sponsoren und Partnern wurden wahrgenommen.  So konnten wir bereits auf der JHV 2016 mit guten Nachrichten in die neue Session starten, da alle Sponsoren wieder Ihre finanzielle Unterstützung zugesagt haben. Ebenso stand auch schon unser Motto: „Kneipe, Bier und Softgetränke – Willkommen in Mariechens Schänke!“ fest. Ferner gab es auf der JHV noch Neuwahlen des geschäftsführenden Vorstandes. Für zwei Jahre wurden wiedergewählt:

Hans Peters : Kommandant
Olaf Ptak: stellv. Kommandant
Jürgen Baumanns: Schatzmeister
Robert Baumanns: Geschäftsführer
Frederik Rybacki: Moderator

Erfreulich war auch die Aufnahme von acht neuen Mitgliedern.

Nachdem Kerstin Jockenhövel-Ptak nach langjähriger Arbeit nicht mehr für den Entwurf der Bühne zur Verfügung stand, hieß es hier schnell handeln und Ersatz finden. Hier konnten wir Frank Schneiderwind, den Bandleader unserer „Tresenritter“, neben seiner ganzen Tätigkeiten für die Prinzengarde, auch für diese Aufgabe gewinnen.
Nach den Sommerferien stand das Sommerfest des Fanfarenzuges auf dem Plan. Tolles Wetter und eine hervorragende Organisation sorgten für ein tolles Fest für Klein und Gross. Für die Prinzengarde wieder einmal eine großartige Werbung.  Auch in den Gruppen ging es nach den Sommerferien so richtig los. Man traf sich zu den ersten Proben.
Ab November hieß es dann natürlich „Karnevalszeit“. Die Sessionseröffnung des Festkomitees stand an. Am 05.11.2016 nahmen wir am traditionellen Umzug vom Rathaus zum Denkmalplatz teil und konnten das Prinzenpaar Dirk und Sabine der Alsdorfer Bevölkerung vorstellen. Anschließend fand unser Uniformappell im Burgpark statt.
Im Jahre 2015 haben wir den Uniformappell sehr groß gestaltet, da wir unser Jubiläum gebührend gefeiert haben. Der Appell 2016 wurde wieder etwas kleiner gehalten, was aber nicht heißen soll, dass er nicht gut war. Im Gegenteil: Unsere Ehrenmitglieder, die sich vorher zum Empfang im Kaminzimmer der Burg eingefunden haben, staunten auch diesmal nicht schlecht und konnten eine großartige Prinzengarde im Alsdorfer Burgpark begrüßen. Die Prinzengarde Alsdorf zeigte sich an diesem Abend von seiner besten Seite. Alle Anwesenden konnten einen tollen Appell erleben, den uns so schnell keiner nachmacht.
Bei der anschließenden Feier in der Remise haben unsere „Eljährigen“ bei der Tradition, den Orden zu küssen, viel Spaß gehabt. Auch hier haben wir durch die Änderung, dass wir die Räumlichkeiten der AWO nicht genutzt haben, eine gemütlichere Atmosphäre geschaffen.
Eine Woche später gab es unser drittes „Warmsingen“ beim „Fischerwirt“. Viele alte Lieder wurden mit unseren Tresenrittern gesungen. Nebenbei plauderten die zwei Prominenten, Helmut Brandt und Franz-Bert Schaefer, aus dem Nähkästchen. Ein toller Abend für alle. Die dritte Auflage war mindestens genau so erfolgreich, wie die ersten beiden.

Während der Session bekamen wir die Kündigung der Bauhalle in der Poststrasse zugesendet. Hier musste schnellstens gehandelt werden. Zum Glück konnte durch gemeinsame Suche eine neue Bleibe für die Karnevalswagen und für die Baugruppe gefunden werden. Die neue Bauhalle ist nun in Bettendorf und die Wagen stehen jetzt in der Carl-Zeiss-Str.

Die Vorbereitungen auf unsere Sitzungen in der Stadthalle haben funktioniert. Alle Gruppen haben Ihre Nummern punktgenau  einstudiert und die Baugruppe hat mit Frank Schneiderwind, auch wenn die Zeit immer knapper wurde, eine tolle Bühne aufgebaut.  So war man auf die Premiere gespannt:. Die Presse schrieb: “ Da war sich die Jury – in Gestalt des Publikums – einig. Eine „Zehn“ muss es sein. Und die zog man symbolisch  auch aus dem Köcher. Es war eine berauschende Premierensitzung“.  Zum Motto „Kneipe, Bier und Softgetränke – Willkommen in Mariechens Schänke“, hatte die Baugruppe eine Kulisse gezaubert, die stilechter nicht sein konnte. Ein Alsdorfer Gasthaus mit Flipper, Spielautomaten, alten Schränken, Pokalen und Zinntellern an der Wand sowie einer originalen Zapfanlage und urigen Barhockern. Davor ließ es sich natürlich redlich feiern. Das taten die Vollblut-Karnevalisten dann auch im Kreise höchster Prominenz. Angefangen bei  Alsdorfs Ehrenbürger Hans Vorpeil, Bürgermeister Alfred Sonders sowie Garde-Ehrenkommandant Günter Forstenaichner und vielen weiteren Ehrenmitgliedern. Schon zum Einstieg verblüffte Frederik Rybacki, verantwortlich für die Moderation, mit schmetternden kölschen Liedern. Mit einen Video einer „Pressekonferenz“ als Einspieler holten die Gardisten die Zuschauer in der vollbesetzten Stadthalle ab. Dann ging es Schlag auf Schlag. Ein Programmpunkt jagte den anderen. Nach vier Stunden karnevalistischer Höchstleistungen ging es mit der Party im Foyer weiter. Viele Gäste strömten zum Kommandanten und bedankten sich für dieser wunderschönen Abend. Ein Gast sagte:  „Man traute sich ja gar nicht zur Toilette zu gehen aus Angst, etwas zu verpassen.“ Was für ein schönes Kompliment für 200 Künstler vor und hinter der Bühne. Die Mitwirkenden gingen zufrieden nach Hause und freuten sich auf den nächsten Tag und das nächste Wochenende, denn diese Sitzung wurde noch weitere dreimal gefahren. Erwähnt werden muss aber auch noch die Gardenacht am Karnevalsfreitag.  700 Gäste schunkelten und feierten mit den Gardisten bis in den frühen Morgen.
Der jährliche Empfang der Ehrenmitglieder und Ehrengäste in den Seminarräumen der Stadthalle vor der Premierensitzung ist stets eine festliche Angelegenheit – auch jetzt wieder. Kommandant Hans Peters freute sich über die Vielzahl der Ehrenmitglieder und Ehrengäste, die ihre Verbundenheit zur Prinzengarde zum Ausdruck brachten. Im Mittelpunkt stand Bettina Müller, die vom Kommandanten Hans Peters zum neuen Ehrenmitglied ernannt wurde. Privat und in ihrer Funktion bei der Aachener Bank unterstütze sie die Prinzengarde stark, sagte Peters. Der Sprecher der Ehrenmitglieder, Hans Vorpeil, schloss sich den Lobesworten an: “ Ich bin fasziniert von ihrer Lockerheit. Bettina Müller ist ein großer Gewinn für uns Ehrenmitglieder und bereichert die Prinzengarde mit ihrer Fröhlichkeit.“

Auch unser Patenkind – die Gardeströpp – feierte  wieder einen tollen Karneval, denn der Karneval  hat eine lange Tradition am Städtischen Gymnasium. Und so standen die Gardeströpp auch in 2017 bereit. Unter dem Motto „Neubau! Umzug? – Wasserschaden!!!  Oss Scholl lädt alle ein zum Baden!“ heizten die Schüler und Lehrer der Einrichtung dem farbenfroh kostümierten Publikum in der restlos ausverkauften Stadthalle wieder mächtig ein.

Rosenmontag hatte der Verein alle Mitglieder zu einem gemeinsamen Frühstück geladen.
Anschließend nahmen die Uniformierten am Rosenmontagszug teil. Alle anderen trafen sich an unserer Bühne in der Burgstr.. Aber nicht nur Mitglieder, sondern auch viele Freunde der Prinzengarde trafen ein. Ein tolles Bild so viele Karnevisten gemeinsam feiern zu sehen.